Ausstellung der Nesteldecken in der Woche der Demenz

Wie kam diese Ausstellung zustande?
Der Beginn war eine Spende von 2 Decken an die Kirchliche Sozialstation Stutensee- Weingarten. Eine der Decken wurde/wird in der häuslichen Betreuung eingesetzt die andere als Anschauungsmaterial auf verschiedene Ausstellungen mitgenommen. Im Rahmen der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz in Stutensee und Weingarten kam dann die Idee auf noch einige Decken zu nähen, und diese im Rahmen der Woche der Demenz von 19. – 25. September im Rathaus in Stutensee und in der Gemeindebibliothek in Weingarten auszustellen. Je nach Interesse soll das Projekt weitergeführt und Decken individuell und nach Bedarf genäht werden. Schnell hat sich eine Gruppe zusammengefunden, um gemeinsam zu nähen. In der Ausstellung können Sie das Ergebnis betrachten.

Warum benötigt ein Mensch eine Nesteldecke?
Die Nesteldecken sind ein Beschäftigungsangebot für Menschen die an Demenz erkrankt sind. Die Krankheit verändert ihre Körperwahrnehmung, dies führt dazu, dass der Betroffene anfängt zu „ nesteln“, das heißt man versucht durch das Befühlen der Umwelt die verlorengegangenen Spürinformationen zu bekommen.
Dazu muss man wissen, dass Berührung und fühlen über die Haut zu den Grundbedürfnissen des Mensche gehören.

Informationen zur Gestaltung:
Die Decken werden in der sogenannten Patchwork-Technik hergestellt. Sie bestehen aus drei Lagen (gestaltetes Oberteil/ Vlies/und einem Rückenstoff), die durch absteppen verbunden werden. So kommt auch die Oberfläche besser zur Geltung und setzt durch die Erhebungen noch zusätzliche Reize.
Durch die unterschiedlichen Stoffe und Farben wird die Neugier des Betroffenen geweckt. Er bekommt unterschiedliche Reize über den Tastsinn (taktil) und über das Auge (visuell), das regt das Interesse an sich mit der Decke zu beschäftigen.
Bewegliche Komponenten sind sehr beliebt, weil man damit richtig arbeiten kann.

Erfahrungen aus der Praxis:
Die von der Sozialstation, im häuslichen Bereich, eingesetzten Nesteldecke kam bei der Betroffenen sehr gut an, sie beschäftigt sich für längere Zeit mit der Decke, spricht sogar in ganzen Sätzen und bezieht die Betreuungsperson mit ins Geschehen ein. Das ist für alle ein schönes Erlebnis, wenn jemand der sonst nur ca. 15 Minuten am Geschehen teilnimmt und sich dann wieder ohne Worte in seine Welt zurückzieht, für eine Stunde konzentriert , mit einem wachen Gesichtsausdruck an der Decke arbeitet.

Herzlichen Dank an alle Näherinnen in Stutensee und Weingarten für Ihren engagierten ehrenamtlichen Einsatz!

Weitere Infos zur „Woche der Demenz“ über die Projektträger der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz…
… in Stutensee: Mehrgenerationenhaus Bürgerwerkstatt Stutensee e.V.,
Tel.: 07244/73 75 01oder info@buergerwerkstatt-stutensee.de
… in Weingarten: Allerdings Familienzentrum Weingarten e.V.,
Tel.: 07244/5 59 96 16 oder allerdings-weingarten@web.de

Sinnespfad am Walzbach

Nur noch wenige Tage...

Die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz Weingarten hat ein ganz besonderes Abschlussprojekt ins Leben gerufen, um nachhaltig für die Gemeinde etwas zu hinterlassen: Den Sinnespfad am Walzbach.

Die Vorgeschichte:

2014 wurde das Netzwerk der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz Weingarten gegründet. Gefördert durch das Bundesministerium für Familie und Soziales fanden in den vergangenen Jahren immer wieder Veranstaltungen und Aktionen statt die, an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen ein Stück Alltag zurückbringen sollte. Außerdem sollte erreicht werden, dass die "Krankheit" nicht als solche angesehen wird und den Menschen einen normal Umgang ermöglicht.

Im August ist nun das offizielle Ende. Aber die Lokale Allianz wünscht sich, dass es weiter geht. Auch im Nachgang sollen die neu gewonnen Kontakte bestehen bleiben und durch gemeinsame Aktionen gefestigt werden.

Aus diesem Grund wurde ein Abschlussprojekt über die Crowdfunding Seite der Volksbank Bruchsal-Bretten eG ins Leben gerufen. Dort werden interessierte Fans des Projektes, aber auch finanzielle Unterstützung für die Umsetzung gesammelt.

Das Projekt:

Entlang des Walzbachs entsteht mit viel Eifer mit Unterstützung verschiedener Vereine und Gruppierungen ein Sinnespfad. Duftende Kräuterkästen, Sinnesmodule, Sonnenfänger, Fühl-Geländer, die Palette ist unendlich und immer wieder erweiterbar. Die Spendengelder fließen in die Anschaffung verschiedener Erweiterungen.

Ein Teil des Sinnespfades soll ein bunter Weg aus Steinen sein, die bereits in einer sommerlichen Malaktion von Kindern und Jugendlichen bunt bemalt wurden. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, dann läuft das Projekt aus. Die Lokale Allianz wünscht sich eine hohe Teilnahme, um für die Gemeinde einen langen und bunten Weg anlegen zu können. Besuchen Sie das Projekt noch bis zum 22.08.2016 unter www.vb-bruchsal-bretten.viele-schaffen-mehr.de/sinnespfad und registrieren Sie sich. Dabei spielt es keine Rolle ob Sie "nur" ein Fan werden oder auch finanziell unterstützen möchten. Die Mitglieder der Lokale Allianz legen für jeden dort registrierten Namen einen Stein mit Namen an. Gehen Sie mit und werden ein Teil eines ganz besonderen Vorhabens. Vielen Dank!

Nähprojekt: Nesteldecken für Demenzkranke 7.8.2016



In Kooperation mit dem Netzwerk in Stutensee und mit Unterstützung des einmal monatlich stattfindenden Nähcafés im Allerdings-Familienzentrum, haben sich die Beteiligten zum Ziel gesetzt bis zur Woche der Demenz vom 19.-25 September 2016 ca. 40 sogenannte „Nesteldecken“ anzufertigen.
Eine Nesteldecke wird im Patchworkstil gefertigt, wobei die einzelnen Quadrate aus taktil und visuell unterschiedlichen Stoffen bestehen. Jedes Quadrat kann ausgestaltet werden mit Knöpfen, Gürtelschnallen, Reißverschlüssen, Kordeln, Taschen in denen Gegenstände versteckt werden können..., der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Wozu werden solche Nesteldecken in der Demenzarbeit benötigt?
Menschen mit zunehmender Demenz verlieren ihren Bezug zur Umwelt, die Krankheit verändert ihre Körperwahrnehmung, was dazu führt, dass sie anfangen zu „nesteln“. Das heißt sie versuchen durch das Befühlen ihrer Umwelt (beispielsweise Kneten der Tischdecke oder Bettdecke) die verloren gegangenen Spürinformationen zu kompensieren. Ist die betroffene Person im Besitz einer Nesteldecke, kann sie sich mit dieser beschäftigen, was zur Entspannung führt. Praxisberichte aus Demenzgruppen bestätigen die positive Wirkung.
Die gefertigten Decken werden in der Woche der Demenz in Weingarten in der Gemeindebibliothek, im Haus Edelberg in Weingarten und voraussichtlich im Rathaus in Blankenloch ausgestellt sein.
Danach kommen die Nesteldecken in den Demenzgruppen der Kirchlichen Sozialstation Weingarten / Stutensee zum Einsatz. Auch Private Interessenten können Decken käuflich erwerben.
Am 7. Juli hatten sich bereits mehrere nähbegeisterte Frauen zu einem Infotreffen eingefunden. Auch der erste "Prototyp" ist inzwischen fertig (siehe Foto). Personen, die sich noch an der Nähaktion beteiligen wollen, können am Di., 7. August um 19.30 Uhr zum Nähtreffen in die Bahnhofstraße 3 in Weingarten kommen. Vier Nähmaschinen sind vorhanden, Sie können aber ggf. auch gerne die eigene Maschine mitbringen. Auch Stoffreste zum Tauschen werden noch gebraucht.

Quelle: Luise / pixelio.de

Sommerfest

Samstag, 6. August 2016

von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr

im Senioren-Zentrum Haus Edelberg
Jöhlingerstraße 114, Weingarten

(bei schönem Wetter draußen)

Flotte Livemusik aus den 50ern und 60ern

Getränke, selbstgebackene Kuchen, Würstchen

Mobiler Barfußpark und andere Spielangebote

Einweihung des Sinnespfads am Walzbach

Groß und Klein, Jung und Alt
sind herzlich eingeladen!

Haus Edelberg meets Werkrealschule

Im Rahmen des Netzwerks Lokale Allianz für Menschen mit Demenz„ in Weingarten wurden Jonas Kloppe, Stephan Schneider, Christian Eisele und Jan Schlageter der Haus Edelberg Senioren-Zentren aus Weingarten und Pfinztal am 12.05.2016 in die Turmbergschule in Weingarten eingeladen, um Schülern der achten Klasse das Berufsbild der Altenpflege - insbesondere auch unter dem Aspekt der Besonderheiten bei dementiellen Erkrankungen - näher zu bringen.

Nach einer sehr kreativen Ideensammlung seitens der Schüler, was das Berufsbild der Altenpflege denn alles so mit sich bringt sowie einer kurzen Erläuterung der Notwendigkeit und den Aufgabengebieten von Altenpflegerinnen und Altenpflegern, wurden sie selbst „aktiv“. Gespannt und neugierig ging es dann ans Rasieren von Luftballons, gegenseitiges Essenreichen mit Pudding und Joghurt, Blutdruckmessen, etc.

Die ganz Mutigen durften sich dann unter Aufsicht einer Pflegefachkraft den Blutzucker messen lassen. An dieser Stelle sei zu erwähnen, dass sich alle Schüler bester Gesundheit erfreuten und kein Arztbesuch notwendig war.
Mit viel Spaß und Freude endete dann auch schon die Doppelstunde, welche wie im Flug vorüberging! Ein großer Dank geht an alle Beteiligten in der Hoffnung, die eine oder andere Person bei einem Praktikum in unseren Einrichtungen wieder sehen zu dürfen.

Jan Schlageter, Haus Edelberg Senioren-Zentren Pfinztal

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