Runder Tisch am 3. Mai 2016

Südtiroler Hüttenabend

Quelle: Dieter Schütz / pixelio.de

Einladung zum „Südtiroler Hüttenzauber“ mit traditioneller Musik und einem 3-Gänge Menü
Pflegenden Angehörigen von demenziell Erkrankten soll Gelegenheit zu einer kleinen Auszeit gegeben werden.

Am Samstag, 21. Mai 2016

von 12.00 bis etwa 14.30 Uhr

im „Chalet“ im Oberen Vogelpark,
Am alten Friedhof 20, Weingarten

Bei der Anmeldung bitte angeben, ob Sie Betreuung für Ihren erkrankten Angehörigen benötigen. In diesem Fall vermitteln wir Ehrenamtliche, die die Betreuung für die Dauer der Veranstaltung übernehmen.

Eigenanteil fürs Essen: 10 €

Falls Sie das vegetarische Menü wählen möchten, bitte bei der Anmeldung angeben.

Verbindliche Anmeldung bis spätestens 14.05.2016 unter:

Tel.: 07244 / 5599616 oder per E-Mail unter LokaleAllianzWeingarten@gmail.com

 

Weingarten im Wandel der Zeit

Dias von der Jahrhundertwende,
den 60er Jahren und heute

Diavorführung
von Frau Sonja Güntner und Herr Wolfgang Kramer
vom Bürger- und Heimatverein Weingarten

Wann: Do. 25. Februar 2016, ab 14.30 Uhr

Wo: AWO Heim, Dörnigstr. 9, Weingarten
Vor dem Vortrag gibt es Kaffee und Kuchen, zum Abschluss des Nachmittags noch ein gemeinsames kleines Abendessen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des „AWO Seniorennachmittags“ statt.

 

In Bethlehem ist was los!

Ein tierisches Puppentheater zur Weihnachtsgeschichte

Zwei Schafe alleingelassen auf dem Feld, Och und Esel am Ende einer turbulenten Nacht im Stall, Kamel und Pferd, zwei Lasttiere aus der Karawane der Weisen bei einer Rast auf dem Heimweg…Verschiedene Tiere unterhalten sich und erzählen einander, was geschehen ist und beleuchten dadurch auf ihre Weise die Weihnachtsgeschichte…
Das war eine schöne Sache für Jung und Alt.


Leinöl und Nüsse als Geheimtipp

Rückblick auf den Vortrag: Ernährung in der häuslichen Pflege demenzkranker Menschen

„Zwischen Essen und Ernähren können Welten liegen“ – gerade Angehörige von Demenzkranken, welche diese in ihrer Häuslichkeit versorgen, stellt dieser Unterschied möglicherweise vor Probleme. Diese versuchten Frau Angelika Schroff und Frau Gabi Klisch von der AOK Mittlerer Oberrhein in ihrem Vortrag am 13.11.2015 im evangelischen Gemeindehaus Weingarten zunächst zu erklären und dann mögliche Lösungsvorschläge aufzuzeigen.

Der stetige Verlust von geistigen Fähigkeiten und schwindenden Alltagskompetenzen bei einer Demenzerkrankung kann dazu führen, dass Mahlzeiten vergessen werden – das könnte jedem, der mit Demenzkranken schon einmal zutun hatte, einleuchten. Doch auch Zubereitungsarten und die Fähigkeit Besteck zu benutzen können verlernt werden Sogar das Erkennen der Nahrungsmittel als solche kann verschwinden.

Doch auch ohne eine mögliche Demenz verändert sich der alternde Körper dahingehend, dass die Ernährung erschwert ist bzw. sich verändert. So schwinden das Hunger- und Durstgefühl, was sogar durch Nebenwirkungen von notwendigen Medikamenten verstärkt werden kann. Auch die Geschmackswahrnehmung kann sich dahingehend verändern, dass Süßes einem besser schmeckt als vorher, Saures plötzlich als bitter und gut Gewürztes als fade wahrgenommen wird. Ein weiteres Problem ist die verringerte Speichelproduktion, die das Essen wie Sandpapier im Mund erscheinen lässt. Nicht zuletzt kann mangelnde Gesellschaft dazu führen, dass der alte Mensch immer alleine am Esstisch sitzt und ihm so verständlicherweise die Freude am Essen vergeht.

All diese beispielhaften Beeinträchtigungen führen im schlimmsten Fall zu einer ausgeprägten Mangelernährung mit weitreichenden gesundheitlichen Folgen, wie z.B. Austrocknung durch mangelnde Flüssigkeitszufuhr, Sturzgefahr durch Muskelabbau oder gar einer völligen Ablehnung des Essens.

Nach der Problemanalyse folgten praktische Tipps der beiden kompetenten AOK-Expertinnen um den Alltag zu meistern. So darf es auf dem Tisch ruhig kontrastreich zugehen, beispielsweise mit farbigem Geschirr, damit Nahrungsmittel und Geschirr besser unterschieden werden können. Wenig Dekoration oder Servietten sind anzuraten, da Verschluckungsgefahr bestehen könnte. Im stressigen Alltag möchte man den Demenzkranken auch oftmals zu einem schnelleren Essen anhalten und dabei nicht zu „trödeln“, damit es schneller geht – doch sollte jeder Betroffene die Möglichkeit haben so lange wie möglich selbst zu essen, auch wenn es länger dauert. So kann ein positives Selbstwertgefühl erhalten werden.

Ein guter Tipp der Referentinnen waren Smoothies, welche man beispielsweise mit Honig oder Zucker süßen kann. Denkbar ist auch einen Esslöffel Leinöl hinein zu geben, denn so kann man den höheren Kalorienbedarf, der durch größeren Bewegungsdrang Demenzkranker entstehen kann, ausgleichen. Man kann Leinöl sogar Süßspeisen oder Hauptgerichten beigeben ohne dass der Geschmack beeinträchtigt wird. Nüsse als Snack haben eine ähnliche Kaloriensteigernde Wirkung.

Es wurde auch hervorgehoben, dass auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten ist. Hier kann man auf Mixgetränke zurück greifen, z.B. Milch mit Saft, Malzbier oder auch hochkalorische Drinks aus der Apotheke.

Zusammenfassend betrachtet muss also bei der Ernährung von Menschen mit Demenz eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, Kalorien-, Vitamin- und Mineralstoffversorgung gewährleistet sein. Wie und in welcher Kombination muss individuell ausprobiert werden. Nicht zuletzt wirken liebevolle Gesellschaft und eine angenehme, entspannte Atmosphäre oftmals schon wahre Wunder.

„Wünschebaum“ auf der Hartmannsbrücke


Auf der Hartmannsbrücke in Weingarten wird ab Ende November ein Weihnachtsbaum für das Netzwerk „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ in Weingarten stehen.
In den nächsten Tagen werden über die Netzwerkpartner kleine Tüten für individuelle „Wunschzettel“ verteilt werden. Das Netzwerk wünscht sich, dass im Laufe der Vorweihnachtszeit das ganze Bäumchen mit vielen Wünschen zum Thema Demenz bestückt sein wird:
*Wünsche für Betroffene
*Wünsche für Angehörige
*Wünsche an unser Netzwerk
*Wünsche an öffentliche Einrichtungen
*...
Selbstverständlich werden auch in unmittelbarer Nähe Zettel zur Verfügung stehen, die dort direkt aufgehängt werden können.
Die Wunschzettel werden vertraulich behandelt und sollen am 31. Juli 2016 in einen Gottesdienst mit einbezogen werden.

622652_original_R_K_B_by_PeterFranz_pixelio.de.jpg

BeatBop meets Lokale Allianz für Menschen

Weingarten, 10.Oktober 2015 – Die Lokale Allianz Weingarten wurde im Jahr 2014 ins Leben gerufen. Das Allerdings-Familienzentrum übernahm die Koordination und die ersten beteiligten Kooperationspartner (Arbeiterwohlfahrt, Kirchliche Sozialstation, Haus Edelberg, Bürger helfen Bürgeren e.V., Ortsseniorenrat, Evangelische Kirchengemeinde und Gemeinde Weingarten) entwarfen ein umfangreiches Programm. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Allianzen haben das Ziel, die Einbeziehung Demenzkranker und deren Angehöriger in das gesellschaftliche Leben zu verbessern. Für die Weingartener Allianz hieß das: die Weingartener Musiktage müssen mit an Bord. Und deren Vertreter ließen sich nicht lange bitten. Mit dem Schlagzeugduo „BeatBop“ konnten zwei musikpädagogisch erfahrene Künstler für ein Kooperationskonzert mit und für Menschen mit Demenz gewonnen werden.
Es war ein spannendes Projekt, auf das sich Jonas Völker und Timo Gerstner von BeatBop da einließen. Bereits seit Juni übten die beiden regelmäßig mit 15-20 begeisterten Seniorinnen und Senioren sowie engagierten Mitarbeiterinnen des Senioren-Zentrums Haus Edelberg für den großen Tag: den Auftritt, der nun, eingebettet in die Weingartner Musiktage, am Samstag, den 10. Oktober in den Räumen des Seniorenzentrums stattfand.
Als Einrichtungsleiter Christian Fuchs und Stefan Burkhardt, einer der Vorstandsvorsitzenden der Musiktage, ihre Grußworte zu Beginn sprachen, ahnten sie noch nicht genau, was sie erwarten sollte. Was die beiden BeatBop Akteure dann gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern aufführten, nötigte allen im Publikum großen Respekt und Anerkennung ab.
Richtig beseelt sangen alle miteinander „Lili Marleen“, unterstützten und umrahmten mit Tamburinen und Rasseln „Freude schöner Götterfunken“ oder ergänzten im sog. „Sprichwort-Rap“ bekannte Redewendungen wie: „Alles hat ein Ende…nur die Wurst hat zwei“. Nicht nur das Rhythmusgefühl, sondern auch die Lebensfreude, welche die Menschen dabei ausstrahlten, überzeugten die Besucher und Mitarbeiter des Senioren-Zentrums.
Alle Künstler wurden mit großem Applaus in die Pause verabschiedet, denn nach kurzem Umbau ging es weiter und BeatBop stellten einen Auszug aus ihrem aktuellen Programm „Aus der Küche bis nach Kuba“ vor; es wurde eine musikalische Reise durch verschiedene Länder mit den unterschiedlichsten Perkussionsinstrumenten. Klassische wie Cajons, Gongs und diverse Trommelformen wurden dabei ebenso perfekt eingesetzt wie Kochlöffel, Schneebesen, Gläser und Teller. Letztere dominierten das abschließende, höchst kreative Stück, welches mit den Worten endete „Schön, Sie zu sehen; auf Wiedersehen“. Das kann man auf jeden Fall sagen. Es war ein überaus gelungenes Konzert und wer diese Gelegenheit versäumt hat, der sollte sich an anderer Stelle von der Kunstfertigkeit und Spielfreude der beiden überzeugen.
Die Lokale Allianz Weingarten und die Bewohner des Haus Edelberg sagen „Danke“ an BeatBop und die Organisatoren der Weingartener Musiktage für die Offenheit und das gelungene Projekt.

00002321

Suchen nach

Allgemein